TU Dresden

Technische Universität Dresden

Kurznachrichten auf Dresden.science

  • Die 5G-Pioniere an der TU Dresden und ihre neuen Kollegen entwickeln nun 6G - Über 200 Gigabit pro Sekunde – aber bitte mit wenig Stromverbrauch. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Forschungskonsortium für Schaltungstechnik und Netzwerktheorie. Mit dem DFG-Geld wollen die Kollegen hochmoderne ultraschnelle Messtechnik anschaffen. Dazu gehören ein mehrkanaliger Wellengenerator, ein rauscharmer Taktgenerator, ein Mehrkanal-Echtzeitoszilloskop zur hochgenauen Signalanalyse, ein Mehrkanal-Datenratentestmodul und weitere Geräte, die von den Anbietern teils speziell für die Dresdner MORE-Plattform entwickelt werden. Selbst konstruieren wollen die TUD-Experten im Rahmen von weiteren Projekten zudem sogenannte „Multiplexer“ und „Demultiplexer“. Das sind Chips, die Datenströme zusammenführen und trennen können.
  • Forscher aus Sachsen und Japan entwickeln elektronische Magnethaut für Mensch und Roboter. Der sechste Sinn für's Erdmagnetfeld ist auch für Prothesen interessant.
  • Projekt Zungenmaus: Die TU Dresden entwickelt Mundsensor-System, das Schülern erklärt, wie sie Gaumen, Lippen und Zunge richtig bewegen müssen. Mundsensoren aus Sachsen sollen Lernenden künftig dabei helfen, eine fremde Sprache oder Mundart akzentfrei zu sprachen – auch ohne jahrelange Auslandsaufenthalte. Darauf zielt das Projekt Adama - Akzentverbesserung durch Aussprachetraining mit artikulatorischer Rückmeldung. 2020-2023 wollen die beteiligten Wissenschaftler ein System entwickeln, das Sprachlernenden erklärt, wie genau sie die Muskeln ihrer Gaumen, Zunge und Lippen bewegen müssen, um die fremde Sprache richtig auszusprechen. Dafür wollen sie unter anderem einen virtuellen Trainer entwickeln und flexible Sensoren, die sich der Schüler in den Mund legen kann. Bisher verfügbare Computersysteme zum Erlernen einer Fremdsprache bewerten die Aussprache lediglich auf akustischer Basis und unterstützen nicht die Verbesserung der Sprechqualität,“ schätzte ein Projektmitarbeiter an der Juniorprofessur für Kognitive Systeme ein. Wenn der fremdsprachige Ziellaut rein akustisch, also ohne visuelle Rückmeldung präsentiert werde, entfalle der Lerneffekt: Der Schüler werde bei der klassischen Lernmethode immer wieder versuchen, den unbekannten Laut durch ihm muttersprachlich bekannte Sprechbewegungen zu erzeugen. „Wir hingegen wollen ein Trainingsprogramm entwickeln, welches konkrete Hinweise zur korrekten Lautbildung bietet und für eine gezielte Akzentreduzierung verwendet werden kann. Quellen Oiger.de, TU Dresden Linguwerk beschäftigt sich bereits seit eine Dekade mit Sprachsynthese, Spracherkennung und verwandten Technologien. Hauptkunden sind nahezu alle großen deutschen Automobil-Konzerne, aber auch Unternehmen aus der allgemeinen Industrie und der Medizintechnik.