Villa Augustusbrücke

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Augustusbrücke am berühmten Elberadweg

Zwar wurde die Augustusbrücke an der Brühlschen Terrasse erst 1907 bis 1910 errichtet, doch die Brückentradition an diesem Standort reicht bis in's 12. Jahrhundert zurück.

Ankunft und Besichtigung

Die Augustusbrücke zwischen Schlossplatz, Theaterplatz und Neustädter Markt kann wie alle Brücken in Elbflorenz jederzeit besichtigt werden. Neben dem berühmten Selfie-Punkt Canaletto-Blick am Hotel Bellevue findet man einen oft noch besseren Fotografie-Standort auf einem Hügel im frei zugänglichen Palaisgarten vom Japanischen Palais zwischen Marienbrücke und Augustusbrücke. Auf Altstädter Seite am ersten Augutstus-Brückenpfeiler am Theaterkahn ist das ehemalige Wahrzeichen Dresdens, das Brückenmännchen, zu sehen. Nur ist das unscheinbare Brückenmännchen etwas in Vergessenheit geraten. Es ist eine kauernde Sandsteinfigur mit tief gezogener Mütze und unterstemmten Armen. Einer Sage zufolge stellt das Brückenmännchen den italienischen Baumeister Matteo Foccio dar, der die mittelalterliche Steinbrücke erbaut haben soll.

Die Augustusbrücke verbindet die Dresdner Altstadt mit der inneren Neustadt. Auf Altstädter Seite schließt sich der Schlossplatz mit der katholischen Hofkirche an. Auf Neustädter Seite liegt unmittelbar am Ende der Brücke das Reiterstandbild „Goldener Reiter“. Mit verschiedenen Straßenbahnlinien und der überquerenden Linie 4 ist die Augustusbrücke einfach zu erreichen, etwa an den Haltestellen Augustusbrücke, Neustädter Markt, Theaterplatz sowie der DVB.de-Drehkreuz-Haltestelle-Postplatz. Wenn einem während eines mehrtägigen Aufenthalts langweilig ist, kann man zum Beispiel beginnend mit den Linien 4 und Bus 63 allein schon ausgedehnte Stadtbesichtigungen abseits des touristischen Mainstreams unternehmen. Obwohl Dresden eine größere Stadtfläche als München unterhält, verlässt die Linie 4 die Dresdner Tarifzone in die von Radebeul. Da Dresden keine U-Bahnen und nur zwei S-Bahn-Linien besitzt, ist das Straßenbahnnetz Tag und Nacht umso besser ausgebaut. Auch das Umland abseits der Elbe ist durch Dresdner und andere Busse ziemlich gut erschlossen, wenn man einen Umstieg nicht scheut.

Geschichte der Augustusbrücke

Alte und neue Augustusbrücke

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Augustusbrücke die einzige Brücke in Dresden. Erbaut wurde ihre Vorgängerin bereits im Mittelalter. Die Brücke hatte eine enorme Bedeutung für die Stadt. Sie war die Verbindung der Handelsstraßen und daher für Kaufleute, Handwerker und Bewohner wichtig, wenn sie keine Umwege in Kauf nehmen wollten. Als Steinbrücke wurde die Augustusbrücke erstmalig 1287 erwähnt. Vorher gab es wohl eine Holzbrücke.

Mit insgesamt 24 Brückenbögen und einer Gesamtlänge von 521m war die Augustusbrücke im Mittelalter sogar die längste Steinbrücke Deutschlands. Durch enormes Anwachsen des Verkehrs erfolgte auf Anweisung des Kurfürsten August des Starken ein Umbau. Die Brücke wurde erhöht sowie die Kragsteine deutlich verbreitet. Halbrunde Austritte wurden errichtet sowie die Vor- und Hinterköpfe der Brücke verstärkt. Seit dem Umbau gilt der offizielle Name Augustusbrücke. Auf dem fünften Brückenpfeiler über einem 6 m hohen Sockel wurde ein Kruzifix aufgestellt, wovon man sich den Schutz Gottes für die Brücke erhoffte. Doch schon bei einem Hochwasser 1845 stürzte der Pfeiler teilweise ein und das Kruzifix fiel in die Fluten.

Als hinderlich erwies sich Anfang des 20. Jahrhunderts außerdem der enge Pfeilerabstand der Augustusbrücke. Viele Schiffe hatten große Mühe zwischen den Pfeilern durchzukommen. Die Brücke musste daher komplett abgetragen und neu aufgebaut werden. 1907 begann man mit dem Abbruch. 1910 konnte die neue Augustusbrücke dann eingeweiht werden. Entworfen von Wilhelm Kreis, einem der bedeutendsten Architekten seiner Zeit, ist eine der ersten Betonbrücken entstanden. Obwohl die Brücke aus Eisenbeton besteht, sieht sie dennoch so aus, als wäre sie immer schon da gewesen. Statt 18 Brückenbögen, sind nun nur noch 9 vorhanden. Die Bögen wurden mit Sandsteinen verkleidet. Nur auf den Unterseiten der Brückenbögen ist der Beton unverhüllt.

Namen und Zeittafel

  • 1173 Baubeginn mit Spezialwährung Brückenpfennige
  • 1222: Vollendung des Brückenbaus durch Ludwig den Heiligen, Landgraf von Thüringen und Vormund von Heinrichs dem Erlauchten
  • 1318: Eine Sturmflut zerstört die Brücke.

Fürstenzug, Narrenhäusel und Theaterkahn

Maut-Preise am Schlossplatz

So lang Augutusbrücke.de genügend Besucher hat, ist das Entrichten einer Brückenmaut für Fußgänger, Radfahrer und Straßenbahnen nicht erforderlich.